Während der Name Leos des Großen über Jahrtausende ausstrahlt, weiß man mit seinem Namensnachfolger Leo II. wenig anzufangen. Und doch galt er schon bald nach seinem Tod am 3. Juli 683 in Rom als Heiliger. Leo II. war hochgelehrt, jemand, der die griechische und lateinische Sprache fließend beherrschte – damals schon eine aufsehenerregende Ausnahme. An der päpstlichen Chorschule ausgebildet, leitete er diese vor seiner Wahl: ein Kirchenmusiker auf dem Papstthron. Das macht aber noch keinen Heiligen aus.
Der Papst, der seinen Vorgänger verurteilte
Leo II. bekämpfte die Lehre, nach der Christus zwar eine göttliche und eine menschliche Naturen besäße, aber nur über einen Willen verfüge – Zweiter Teil der Reihe über die Leo-Päpste.
