Martin Mosebach hat mit seinem Buch „Häresie der Formlosigkeit“, das 2002 erstmals erschien und seitdem immer wieder neu aufgelegt wurde, inzwischen mehrere Generationen von Lesern erreicht, Katholiken und Nichtkatholiken. Damit hat er sie für das eingenommen, was man sein Lebensthema nennen darf: die alte, lateinische Liturgie. Die Paradoxie besteht für Mosebach darin, die Liturgie überhaupt zu einem „Thema“ machen zu müssen. Denn dem Schriftsteller zufolge sollte die Liturgie der Kirche, ja die Religion überhaupt, eigentlich kein Gegenstand von Erörterungen und Debatten sein – sie sind es aber; die Reformen der späten Sechzigerjahre haben diesen unmöglichen Zustand erzwungen.
Vom Himmel gewachsen
Der Schriftsteller Martin Mosebach wird am 31. Juli 75 Jahre alt. Sein literarisches Werk und sein Wirken für die Alte Messe verbindet der Sinn für das Schöne, das nicht gemacht werden kann.
