In den vergangenen Jahren wurde viel um die Frage gerungen, wie mit „Macht“ in der Kirche umzugehen sei. Die Rede von „systemischer Macht“ und Gewaltenbegrenzung, Vollmacht und Demokratisierung der Kirche ist Gegenstand binnenkirchlicher Gesprächsgruppen gewesen. Es wird gefragt, ob die hierarchische Struktur mit ihren Alleinentscheidern in Papst- und Bischofsamt denn noch angemessen ist, es breitere Partizipationsprozesse brauche – gerade vor dem bedrückenden Hintergrund des Machtmissbrauchs in verschiedenen Kontexten. Alldem wohnt implizit die Überzeugung inne, dass viele Probleme doch vermieden werden, wenn es doch nur die richtige Struktur gibt, – wenn Macht ausreichend verteilt und geteilt wird. ...
Dreiklang der Verurteilung
Der Karfreitag lehrt uns, dass alle Formen der Machtausübung versagen, wenn die rechte Geisteshaltung fehlt
