Herr Regens, seit den 1980er-Jahren gehen die Eintrittszahlen von Priesteramtskandidaten in deutsche Seminare kontinuierlich zurück. Welche Gründe vermuten Sie dahinter? Neben den demografischen Entwicklungen scheint mir die Tatsache zentral zu sein, dass das Priestertum – und die dahinterliegende Gottesfrage – in den 80er-Jahren noch eine viel größere Plausibilität innerhalb und außerhalb der Kirche hatte als heute. Berufungen wachsen aus dem Volk Gottes heraus. Heutzutage wird jemand, der sich von Gott berufen weiß, in der Familie und im Freundeskreis als sympathischer, aber irrationaler Exot wahrgenommen. Inwiefern ist das Leben in einem Priesterseminar geeignet, einen jungen Mann auf das Priestertum ...
„Die Priesterausbildung befindet sich in einem großen Umbruch“
Der Fuldaer Regens Dirk Gärtner spricht über die Prüfung priesterlicher Berufungen, geistliche Leitung in Zeiten der Großpfarreien und die Freude an seiner eigenen Berufung.
