Herr Professor Herzberg, woran haben Sie Ihre Berufung zum Ständigen Diakon erkannt? Im Rückblick würde ich sagen: Es war das stille Wachsen einer persönlichen Gewissheit durch ganz verschiedene Lebensphasen hindurch (intensives Studium der Philosophie, Eheschließung und Familiengründung, Vater-Sein, akademische Lehrtätigkeit). Verankert war dieses Wachsen in einer Kindheitserfahrung: Als Ministrant stand ich am Weihnachtstag neben dem Ambo und hörte den Johannes-Prolog, wie er vom Diakon meiner Heimatpfarrei gesungen wurde. Ich war auf einer ganz tiefen Ebene angesprochen, einerseits von der Weisheit, die in diesem erhabenen Text zum Ausdruck kommt, andererseits von der Schönheit der Liturgie, in der dieser Text eingebettet ist. Beides ...
„Den Reichtum Christi sichtbar werden lassen“
Ein Gespräch mit Stephan Herzberg, Professor für Geschichte der Philosophie und Praktische Philosophie in Sankt Georgen, über den Dienst des Diakons.
