Die Heilige Schrift ist Gottes Wort. Wie es auf die Tage der Kirchenjahre verteilt wird, ist hingegen Menschenwerk. Dass man dabei seitens der Kirche Sorgfalt hat walten lassen, zeigt der 5. Sonntag in der Osterzeit. Denn in den beiden Lesungen geht es zuerst um das Amt in der Kirche, um ihre Struktur. In der Apostelgeschichte wird von der Bestellung der Diakone berichtet, der untersten Stufe des Weihesakraments. Der Petrusbrief handelt sodann vom Priestertum. Dabei steht das allgemeine, das „königliche Priestertum“ der Gläubigen, im Vordergrund. Das ganze Volk Gottes hat priesterlichen Charakter. Denn alle sind dazu berufen, sich Gott hinzugeben, sich aufzuopfern. Und das Opfer gehört zum Wesen des Priestertums.
Das Haus des Vaters ist das Ziel
Alles kirchliche Handeln weist über sich hinaus auf Christus, den Weg ins Haus des Vaters. Nur so erhalten Amt, Priestertum und kirchliche Ordnung ihren Sinn und ihre Kraft.
