Der dritte Fastensonntag verbindet auf eindrucksvolle Weise Wüste und Brunnen, Durst und Erfüllung, Zweifel und Vertrauen. Im Exodusbericht steht das Volk vor einer existenziellen Grenze. Der Wassermangel bedroht das Leben selbst. Doch der äußere Durst wird zum Symbol eines inneren Mangels: des schwindenden Vertrauens. „Ist der Herr in unserer Mitte oder nicht?“ (Ex 17, 7) Diese Frage markiert den Tiefpunkt der Wüstenwanderung. Trotz Befreiung und Verheißung fällt Israel in Misstrauen zurück. Der Felsen, aus dem Mose Wasser schlägt, wird so zum Ort göttlicher Treue mitten im menschlichen Zweifel.
Aus dem Herzen Jesu fließt lebendiges Wasser
Der Durst Israels und die Begegnung Jesu mit der Samariterin zeigen: Gott stillt nicht nur den äußeren Mangel, sondern in erster Linie den Durst des menschlichen Herzens.
