Heilige

Heiliger Corentin von Quimper - 12. Dezember

Der heilige Corentin war der erste Bischof von Quimper. Er gehört zu den sieben heiligen Gründern der Bretagne. Von Katrin Krips-Schmidt
Heilige Corentin von Quimper
Foto: IN

Der heilige Corentin war der erste Bischof von Quimper. Er gehört zu den sieben heiligen Gründern der Bretagne, zu deren Ehre sich im Mittelalter Wallfahrer auf die „Tour de Bretagne“, den sogenannten „Tro Breiz“ zu den Gräbern der sieben heiligen Bischöfe begaben. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert war sie fast ebenso bedeutsam wie die Wallfahrt nach Rom oder nach Santiago de Compostela. Die historische Pilgerreise nahm in damaliger Zeit ungefähr einen Monat oder sogar noch mehr in Anspruch. Doch auch noch heute legen die Pilger zumindest eine der sieben Etappen zurück, bei der sie die Kathedrale der sieben ältesten Bischofsstädte der Bretagne aufsuchen – Saint-Brieuc (heiliger Briocus oder Brieuc), Saint-Malo (heiliger Machutus oder Malo), Dol-de-Bretagne (heiliger Samson von Dol), Vannes (heiliger Patern von Vannes), Quimper (heiliger Corentin von Quimper), Saint-Pol-de-Léon (heiliger Paulinus Aurelianus oder Pol de Léon) oder Tréguier (heiliger Tugdual von Tréguier).

Der Überlieferung nach wurde Corentin in der Cornouaille im Jahr 375 geboren. Die Cornouaille ist eine historische Landschaft des Departements Finistere in der Bretagne. Als junger Mann zog sich Corentin in einen Wald im Finistere zurück, wo er sich in Plomodiern in der Nähe einer Quelle eine Einsiedelei errichtete. Der Legende nach ernährte er sich von wilden Beeren sowie von einem wunderbaren Fisch, den er jeden Morgen in der Quelle angelte. Außerdem bewirtete er mit von ihm gefangenen Aalen auch noch zwei weitere Heilige, den heiligen Malo und den heiligen Patern, die zu ihm zu Besuch kamen.

Als König Gradlon beschloss, die Diözese Quimper zu gründen, ernannte er Corentin zu deren ersten Bischof und ließ ihn vom künftigen heiligen Bischof Martin von Tours weihen. Corentin wird zudem als Teilnehmer an der Synode von Angers im Jahr 453 erwähnt. Er starb am 12. Dezember 460 im Ruf der Heiligkeit.

Aufgrund des „Fischwunders“ wird der Heilige oft mit einem ganzen oder einem halben Fisch dargestellt, den er entweder in der Hand hält oder der zu seinen Füßen liegt.

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