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Heilige Luigi Orione - 12. März

Junge Leute, Waisenkinder und Menschen im Not standen im Mittelpunkt des Handelns des heiligen Luigi Orione.
Luigi Orione
| Don Luigi Orione wurde von Papst Johannes Paul II. 1980 selig- und 2004 heiliggesprochen.

In der norditalienischen Stadt Tortona befindet sich in der Kirche „Nostra Signora della Guardia“ das Grab des heiligen Luigi Orione, der vor 150 Jahren, am 23. September 1872, unweit von hier in dem kleinen Bergdorf Pontecurone geboren wurde. Sein Gedenktag in der Kirche ist der 12. März.

Luigi Orione stammte aus sehr einfachen Verhältnissen: Sein Vater war Straßenarbeiter, seine Mutter stammte aus einer bäuerlichen Familie und war Analphabetin. Neben der Schule half er bei der Feldarbeit. Mit 13 Jahren trat er in den Franziskanerorden ein, den er jedoch schon bald aufgrund einer Lungenentzündung wieder verlassen musste. Nach seiner Genesung schloss er sich den Salesianern in Turin an, wo er den Ordensgründer, den heiligen Johannes Bosco, kennenlernte, der einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. Trotzdem verließ er den Orden wieder, um mit 18 Jahren in das Diözesanseminar in Tortona einzutreten. Er lebte dort in einer kleinen Kammer über der Kathedrale, diente in der Messe und erteilte Katechismus-Unterricht.

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Begeisterung für junge Menschen

Der Seminarist hatte von Anfang an ein starkes Charisma für das Jugendapostolat und konnte mit Hilfe seines Bischofs erst ein Jugendzentrum und dann sogar ein Internat für Jungen aus armen Familien eröffnen. Als er am 13. April 1895, mit nur 22 Jahren, die Priesterweihe empfing, kamen viele junge Menschen, um an dem Ereignis teilzunehmen. „Don Orione“, wie er bis heute in Italien genannt wird, scharte schon bald weitere Priester um sich, so dass sich bereits 1899 die erste Gruppe der „Söhne der Göttlichen Vorsehung“ bildete, die 1903 als Ordensgemeinschaft anerkannt wurde. Neben der Jugendarbeit kümmerten sie sich um alte und kranke Menschen und förderten die katholische Presse.

Als im Dezember 1908 die Südspitze Italiens von einem Erdbeben heimgesucht wurde, begab sich Don Orione sofort auf die Reise durch ganz Italien, um sich an den Hilfsmaßnahmen zu beteiligen. Er blieb drei Jahre in Reggio Calabria, baute dort ein Waisenhaus auf und war am Bau des Heiligtums „Sant'Antonio da Padova“ beteiligt. Im Rahmen der Hilfsmaßnahmen lernte er den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Alessandro Fortis kennen, der jüdischer Herkunft war und in seinem aktiven politischen Leben eine antiklerikale Linie vertreten hatte, aber im fortgeschrittenen Alter als Privatmann zum katholischen Glauben konvertiert war. Als er 1909 im Sterben lag, ließ er Don Orione zu sich rufen. Um nicht von Fortis' Umfeld, das seine Konversion nicht publik machen wollte, aufgehalten zu werden, verkleidete sich Don Orione als Krankenpfleger, um dem Staatsmann das Sterbesakrament zu spenden.

Einsatz für Waisenkinder

1815 kümmerte sich Don Orione um Waisenkinder, die nach einem Erdbeben in den Abruzzen ihre Angehörigen verloren hatten. Außerdem gründete er eine Schwesterngemeinschaft sowie zwei kontemplative Zweige seiner Kongregation – jeweils für Männer und für Frauen –, in die auch blinde Ordensanwärter aufgenommen wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg breitete sich das Werk von Don Orione erst in Italien und dann in aller Welt aus, von Südamerika über den Nahen Osten bis nach Osteuropa. Er stand in persönlichem Kontakt mit fünf Päpsten, von Leo XIII. bis Pius XII. Von Pius XI. wurde er als Vermittler für die Verhandlungen mit Mussolini eingesetzt, die 1929 zu den Lateranverträgen führten.

Don Luigi Orione starb am 12. März 1940 unter großer Anteilnahme der italienischen Bevölkerung. Er wurde von Papst Johannes Paul II. 1980 selig- und 2004 heiliggesprochen.

In der Ukraine begleiten Ordensbrüder und -schwestern derzeit zahlreiche Menschen, vor allem behinderte Jugendliche und Blinde, auf der Flucht in die Nachbarländer und in das Mutterhaus der Kongregation in Tortona.

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