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Ein Märtyrer im Konzentrationslager von Mauthausen

Hochbegabter Chemiker, überzeugter Katholik, Opfer des Nationalsozialismus: Der mittlerweile selige Jean Chavet starb mit nur 22 Jahren am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Seliger Jean Chavet
Foto: IN | Bereits mit 20 Jahren schloss er das Chemieingenieursstudium als Jahrgangsbester ab und bekam für seine Abschlussarbeit den Victor-Grignard-Preis.

Am 28. April 1945 wurden zum letzten Mal Menschen in der Gaskammer eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers ermordet. Im Krematorium desselben Lagers – im oberösterreichischen Mauthausen – war nur vier Tage vorher, am 24. April, der Franzose Jean Chavet verbrannt worden. Er gehörte zu den unzähligen Personen, die in den letzten Kriegswochen aus Gefängnissen und frontnahen Lagern evakuiert und in das Vernichtungslager Mauthausen transportiert worden waren, wo es aufgrund der Überfüllung, der grassierenden Krankheiten und des Hungers zu einem Massensterben kam. Daneben fanden noch im April 1945 – bis wenige Tage vor der Befreiung des Lagers – 1.200 bis 1.400 Menschen einen gewaltsamen Tod in den Gaskammern.

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