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Ein Familienvater auf dem Weg zur Ehre der Altäre

Der Lehrer und Franziskanerterziar Lucien Botovasoa starb 1947 als Märtyrer des Glaubens. Sein letztes Wort wurde zur Bekehrungsgeschichte seines Richters.
Der selige Lucien Botovasoa
Foto: IN | Der selige Lucien Botovasoa widerstand Gewalt und Hass, blieb Lehrer des Glaubens bis zuletzt und schenkte seinem Mörder eine Hoffnung, die 15 Jahre später Frucht trug.

Im Jahr 1964 ließ der Dorfälteste von Vohipeno im Südosten der Insel Madagaskar einen Priester rufen und bat ihn um die Taufe. Der Mann, der im Sterben lag, erzählte dem Lazaristen-Missionar, der herbeigeeilt war, seine Geschichte: Fünfzehn Jahre zuvor, zur Zeit der Kämpfe um die Befreiung Madagaskars von der französischen Kolonialmacht, hatte er einen einheimischen katholischen Lehrer zum Tode verurteilt, weil dieser sich geweigert hatte, sich den Rebellen anzuschließen. Vor seiner Hinrichtung habe der Lehrer ihm prophezeit, dass auch er selbst als Christ sterben werde. Nachdem der Lazarist ihn getauft hatte, schloss der Dorfälteste friedlich für immer die Augen. Der Lehrer hieß Lucien Botovasoa; er wurde am 15.

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