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Der unbekannte Heilige hinter den Jesuaten

Am 31. Juli gedenkt die Kirche nicht nur des Ignatius von Loyola, sondern auch des seligen Johannes Colombini. Sein Orden prägte das Spätmittelalter.
Johannes Colombini
Foto: IN | Die Lektüre eines Buches löste eine radikale Wende im Leben des seligen Johannes Colombini aus.

1668 hob Papst Clemens IX. den im Spätmittelalter gegründeten Orden der Jesuaten auf. Die treibende Kraft dahinter sollen die Jesuiten gewesen sein. Zumindest ist das die These des israelisch-amerikanischen Mathematikhistorikers Amir Alexander in seinem 2014 veröffentlichten Buch „Infinitesimal: How a Dangerous Mathematical Theory Shaped the Modern World“. Die Begründung mutet etwas bizarr an: Ein Mathematiker aus dem Orden der Jesuaten, Bonaventura Cavalieri, hatte das nach ihm benannte „Cavalieri-Prinzip“ entwickelt, eine Vorstufe der modernen Integralrechnung. Dies war den Jesuiten-Mathematikern ein Dorn im Auge, da es am aristotelischen Weltbild der Kirche rüttelte. Alexanders gewagte These ist nicht durch ...

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