Die Kirche und das Geld ist ein Thema, das immer mit Aufmerksamkeit rechnen darf. In Deutschland kommt dann schnell die Kirchensteuer ins Spiel, die es in dieser Form nur bei uns gibt. Seit Jahrzehnten wird ihre Abschaffung als unmittelbar bevorstehend angekündigt – aber es gibt sie weiter. Doch werden die Töpfe der deutschen Diözesen nicht nur aus der Steuer gespeist – sie wurde in der heutigen Form 1935 eingeführt –, es treten dazu noch Staatsleistungen, die historisch bedingt sind. Sie sind Zahlungen der Länder an die anerkannten Religionsgemeinschaften zum Ausgleich der Enteignungen von Kirchenbesitz im Zuge der sogenannten Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Synodaler Verteilungskampf
Deutsche Bistümer müssen sparen und synodale Macht hat, wer über das Geld entscheidet. Die Synodalkonferenz diskutiert in einem Monat, wie viel Laien da mitbestimmen dürfen.
