Geschichte ist ohne Vorgeschichte nicht zu haben. So auch die der Militärseelsorge in der Bundeswehr nicht. Geschichte an der Schnittstelle von Kirche, Staat und Gesellschaft. Denn die Feldgeistlichkeit in Uniform war, ist und bleibt ein Politikum. Die Armeeseelsorge lieferte 1932 Nuntius Eugenio Pacelli den formalen Ansatz, jenseits der Länderkompetenzen ein Konkordat mit dem Reich vorzuschlagen. Der Vatikan akzeptierte das günstige Angebot der NS-Regierung vom Juli 1933, das von demokratischen Partnern zuvor nicht zu haben war. Man meinte, damit zugleich hinreichende Sicherheiten für die institutionellen Rechte der Kirche angesichts der weithin misstrauisch betrachteten "Nationalen Revolution" in Händen zu haben.
Ein Segen für die Streitkräfte Seit fünfzig Jahren setzt sich die katholische Militärseelsorge in der Bundeswehr ein