Ökumene: Pontifex wünscht stärkere Zusammenarbeit

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat den Wunsch nach einer engeren ökumenischen Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Glaubens bekräftigt. Nach vierzig Jahren fruchtbarer Kooperation müssten nun die Bemühungen um Einheit verstärkt werden, heißt es in einem Grußwort des Papstes an die 9. Vollversammlung des Weltkirchenrats (ÖRK) im brasilianischen Porto Alegre, die der Vatikan am Dienstag veröffentlichte. Die Kirchen müssten für die Zeichen der göttlichen Vorsehung und die Inspiration des Heiligen Geistes offen sein, da die Aufgabe der Versöhnung menschliche Kräfte übersteige, unterstrich der Papst in der von Kurienkardinal Walter Kasper übermittelten Botschaft. Als ein wichtiges Stimmungsbarometer für den Zustand der weltweiten Ökumene bezeichnete Kurienkardinal Walter Kasper die 9. Vollversammlung des Weltkirchenrats (ÖRK). Die katholische Kirche gehört der Vollversammlung nicht an, hat aber Beobachterstatus. Eine Mitgliedschaft der katholischen Kirche steht Kasper zufolge aber nicht zur Diskussion. Sowohl die zahlenmäßige Größe des Weltkirchenrats wie die universalkirchliche und zentrale Struktur der katholischen Kirche machten eine solche Mitgliedschaft schwer möglich. Man wolle die bestehenden Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausbauen und verbessern, sagte Kasper. Nach seinen Worten ist ein gemeinsames Abendmahl "ohne jeden Zweifel das Ziel der Ökumene, das angesichts der pastoralen Situation höchst dringlich ist". Ehrlich gemeinsam feiern könne man die Eucharistie beziehungsweise das Abendmahl freilich nur, wenn man darunter gemeinsam dasselbe verstehe. Jüngste evangelische Äußerungen zum Amtsverständnis und damit zum priesterlichen Amt zeigten jedoch neben anderem noch wesentliche Unterschiede, die man ehrlich sehen müsse.

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