Kirche

Missio und Bischöfe beten für Sri Lanka

München/Bonn (DT/KNA) Das internationale Missionswerk missio München hat nach den blutigen Anschlägen auf Sri Lanka zu Solidarität aufgerufen. Für die Menschen dort sei es jetzt wichtig, zusammenzustehen, mahnte missio-Präsident Wolfgang Huber am Dienstag in München. Die verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen dürften sich nicht mit Verdächtigungen und Schuldzuweisungen gegeneinander aufbringen.

Das Hilfswerk habe am Dienstag eine Nachricht von Claretiner-Pater Joseph Jeyaseelan aus Sri Lankas Hauptstadt Colombo erhalten. Das Land erlebe demnach „eine der schwärzesten Stunden seiner Geschichte“. „Im ganzen Land herrschen Angst und Unsicherheit. Es ist eine nationale Tragödie.“ Huber betonte, missio München hoffe inständig, dass der Frieden nach den Anschlägen erhalten bleibe. „Wir beten dafür, dass die Bürger Sri Lankas nach den Anschlägen zusammenstehen und zusammenhalten.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erklärte, der Ostertag sei dort zu einem dunklen Karfreitag geworden. Dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Sri Lanka, Bischof Julian Winston Fernando, schrieb er: „Sprachlos stehen wir dieser Welle blinder Gewalt gegenüber, die zum Osterfest die gesamte Bevölkerung Sri Lankas, die vielen Gäste aus dem Ausland und insbesondere die Kirche getroffen hat.“ Marx sagte weiter sein Gebet zu: „Tod und Hass haben keine endgültige Macht über den Menschen. Daran glauben wir, gerade an Ostern.“

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