Von Franz Kafka stammt folgender Satz: „Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich. Glauben heißt: das Unzerstörbare in sich befreien, oder richtiger: unzerstörbar sein, oder richtiger: sein.“ Schon die Höhlenbewohner waren überzeugt, dass das, was den Menschen ausmacht, niemals verloren geht. Das alte Ägypten baute Pyramiden, damit ihre Pharaonen leichter in den Himmel kamen. Die antiken Philosophen bewiesen allein durch Nachdenken, dass zumindest die Seele nicht sterben kann. Der Durchbruch kam mit Christus. Die Menschwerdung Gottes hatte die Kraft, Gewissheit zu schaffen: Der Mensch ist nicht für den Untergang ins Leben gerufen, so die Botschaft, sondern für die Auferstehung. ...
Lob der Ewigkeit
Eine Zivilisation, die an das Jenseits glaubt, lebt anders. Was geht verloren, wenn der Glaube an den Himmel verloren geht?
