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Ein Märtyrer in der DDR-Diktatur

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz verbrannte sich vor 50 Jahren selbst. Er wurde in der DDR verfolgt, von seiner Kirche fühlte er sich verraten. War das Fanal von Zeit der Anfang vom Ende des SED-Unrechtsregimes?
Gedenkstele steht heute vor der Michaeliskirche, wo sich Oskar Brüsewitz selbst verbrannt hat
Foto: Imago (imago stock&people) | Eine Gedenkstele steht heute vor der Michaeliskirche, wo sich Oskar Brüsewitz selbst verbrannt hat.

Die DDR ging vor 37 Jahren unter – aber schon 13 Jahre früher war der Anfang vom Ende. Vor 50 Jahren, 11.50 Uhr, schossen die Flammen drei bis vier Meter hoch, als der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz sich, mit Benzin überschüttet, selbst anzündete. Vor der Michaeliskirche in der Kreisstadt Zeitz (heute Sachsen-Anhalt) hatte er zuvor zwei handgemalte Plakate auf dem Dach seines Autos befestigt: „Funkspruch an alle! Die Kirche in der DDR klagt den Kommunismus an: Wegen Unterdrückung in Kirchen, an Schulen, an Kindern und Jugendlichen“. Die kleine Stadt lag mitten im „Wahlkreis“ des DDR-Stasi-Ministers Erich Mielke. Symbolträchtiger ging es kaum.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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