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Der Liturgiestreit ist geradezu „Hochverrat“

In einer Zeit, die einen kaum gekannten Ansturm gegen Glaube und Kirche erlebt, wäre es vermessen, nur über den „Alten“ und „Neuen“ Ritus zu diskutieren .
Faith and religion. Catholic church.
Foto: Pascal Deloche / Godong (530636556) | Bei jeder Liturgiereform geht es um das "Mysterium fidei". Eben weil dieses den Horizont menschlicher Erkenntnis unendlich überschreitet, ist im Umgang damit äußerste Ehrfurcht und Behutsamkeit gefordert.

In den beiden„Motu proprio“,„aus eigenem Antrieb“ erlassenen Schreiben„Traditiones custodes“ von 2021 und„Desiderio desideravi“ von 2022 hat Papst Franziskus zur Frage der Verbindlichkeit des Missale Romanum Papst Pauls VI. und dem weiteren Gebrauch des Missale Johannes  XXIII. von 1962 Stellung genommen. Während das erste im Unterschied zu Benedikts XVI.„Summorum Pontificum“ von 2007 die Erlaubnis zum Gebrauch des Missale von 1962 erheblich einschränkt und erschwert, bietet„Desiderio desideravi“ eine nicht zuletzt an Romano Guardinis Schriften orientierte spirituelle Hinführung zu vertieftem Verständnis und würdiger Feier der Liturgie.

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