Noch liegen keine offiziellen Teilnehmerzahlen des Erfurter Katholikentags vor; doch die überschaubaren Veranstaltungen und das Durchschnittsalter der Teilnehmer zeigten, dass sich das Format überlebt hat. Im Motto „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ steckte die Wurzel des Übels: Der säkularisierten Gesellschaft wird der Glaube an Christus als einziger Grund christlicher Hoffnung nicht klar erschlossen. Vom ersten Tag an waren die Veranstalter bestrebt, katholisches Proprium durch ökumenisch Konsensfähiges zu ersetzen. Ursache dafür ist die Sorge um die eigene gesellschaftliche Anschlussfähigkeit, aber auch Geschichtsvergessenheit.
Der Katholikentag, fest in deutscher Hand
Das Format Katholikentag hat sich überlebt. Erfurt bot vieles, was Katholiken nichtdeutscher Zunge die Sprache verschlägt.
