Es gibt Bräuche, die auch Christen mit einer fast anrührenden Mischung aus Hingabe und Ahnungslosigkeit praktizieren. Der Advent gehört definitiv dazu. Wenn es nach der konsumverliebten Gegenwart ginge, wäre der Advent vermutlich eine Art verlängerte Rabattphase zwischen Black Friday und „Last-Minute-Christmas-Shopping“. Der Advent ist zu einer Zeit des Konsums, der Lichter und des Genusses verkommen. Dabei hat er eine viel tiefere Bedeutung: Die Kirche — das erstaunlich widerstandsfähige Bollwerk gegen den Zeitgeist — erinnert Jahr für Jahr daran, dass der Advent die Erwartung des Unfassbaren ist: Gott kommt auf die Erde. Und er besitzt die Angewohnheit, an Orten aufzutauchen, an denen man Ihn am wenigsten vermutet. Zum ...
Advent: Das leise „Bitte eintreten“! des Himmels
Leben im medius adventus: Der Advent ist nicht nostalgisches Warten auf die Krippenidylle, sondern eine Einladung, die Unruhe des Herzens als jene Tür zu erkennen, an die Gott selbst anklopft.
