Eleganti kritisiert Vertuschung

Chur/Würzburg (reg) Der Churer Weihbischof Marian Eleganti hat die Tabuisierung homosexueller Übergriffe im Kontext des Missbrauchsskandals in der Kirche kritisiert. Auf der Website des Bistums Chur wies er auf Studien hin, die die überdurchschnittliche Zahl männlicher Missbrauchsopfer belegen. Es handele sich erwiesenermaßen vorwiegend um homosexuelle Täter. Wörtlich erklärte Eleganti: „Das Verschweigen dieser Tatsache ist eine weitere Form der Vertuschung, die leider auch Kirchenverantwortliche in der Schweiz betreiben. Wer immer diese Tatsache öffentlich ausspricht, wird diffamiert und als homophob psychopathologisiert.“ Es helfe bei der Aufarbeitung der Übergriffe nicht, die Augen vor den Fakten zu verschließen.

Themen & Autoren

Kirche

Die Missbrauchskrise stellt die Gretchenfrage. Folgt die Kirche den Kriterien des säkularisierten Denkens oder vertraut sie der Antwort, die ihr schon gegeben ist: ein Leben in der Nachfolge ...
26.01.2022, 19 Uhr
Guido Horst
Die Aktion #OutInChurch „outet“ mehr über den Zustand der Kirche in Deutschland als über die Menschen, die hier ihre Schicksale schildern. Schwere Enttäuschung ist dabei vorprogrammiert.
26.01.2022, 11 Uhr
Franziska Harter