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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Kein roter Oktober in Österreich

Die SPÖ hat nicht nur weltanschaulich ihren Kompass verloren, sie hat auch ihren Machtinstinkt eingebüßt.
Der bisherige SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer
Foto: IMAGO / Michael Indra | Der bisherige SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer (61) soll zuerst Vizekanzler und dann SPÖ-Chef werden. Vorausgesetzt, seine Gesundheit lässt das zu. Marterbauer kämpft nämlich gegen eine Krebserkrankung.

Bei parteiinternen Machtkämpfen wird stets irgendwer beschädigt und einer zieht immer den Kürzeren. Aber dass alle verlieren und öffentlich beschädigt werden, ist eine Kunst, in der es Österreichs Sozialdemokraten nach jahrelanger Übung nun zur Meisterschaft gebracht haben. Nachdem der international erfolgreiche Medienmanager Gerhard Zeiler (71) den amtierenden SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler (53) öffentlich herausgefordert hatte, kam nach mehrtägiger Schrecksekunde Bewegung in die intrigenerprobte SPÖ. Das Ergebnis ist rational kaum und psychologisch am besten als Todestrieb der einst mächtigen Sozialdemokratie zu interpretieren: Statt Zeiler zu küren oder Babler zu stärken, haben sich die wahren roten Machthaber – ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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