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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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Französische Abgründe

Papst Leo XIV. wird sich in Frankreich nicht nur mit einem übergriffigen Staat auseinandersetzen müssen, sondern auch mit der inneren Opposition.
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf der Pariser Kathedrale Notre-Dame
Foto: IMAGO/Jeanne Accorsini/Pool/Bestimage (www.imago-images.de) | Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron darf Papst Leo XIV. nicht persönlich durch die renovierte Pariser Kathedrale Notre-Dame führen. Das jedoch wäre genau nach Macrons Geschmack gewesen.

Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September nach Frankreich reisen und ein Land besuchen, dessen Verhältnis zum Katholizismus zutiefst gespalten ist. Frankreich verstand sich lange als älteste Tochter der Kirche, wurde dann aber die weltweite Wiege eines schon fast missionarischen Laizismus: Die Taufe Chlodwigs, die cluniazensische Reform, die Kathedrale von Chartres, der heilige Ludwig, Jeanne d’Arc, die „allerchristlichsten Könige“ und die Erscheinungen von Lourdes einerseits – und der Atheismus der Aufklärung, das Jahr 1789, die Verstaatlichung des Kirchenbesitzes, die republikanischen Schulkämpfe und das Gesetz von 1905 über die Trennung von Kirche und Staat andererseits stehen einander bis heute mit wenigen ...

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