Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September nach Frankreich reisen und ein Land besuchen, dessen Verhältnis zum Katholizismus zutiefst gespalten ist. Frankreich verstand sich lange als älteste Tochter der Kirche, wurde dann aber die weltweite Wiege eines schon fast missionarischen Laizismus: Die Taufe Chlodwigs, die cluniazensische Reform, die Kathedrale von Chartres, der heilige Ludwig, Jeanne d’Arc, die „allerchristlichsten Könige“ und die Erscheinungen von Lourdes einerseits – und der Atheismus der Aufklärung, das Jahr 1789, die Verstaatlichung des Kirchenbesitzes, die republikanischen Schulkämpfe und das Gesetz von 1905 über die Trennung von Kirche und Staat andererseits stehen einander bis heute mit wenigen ...
Französische Abgründe
Papst Leo XIV. wird sich in Frankreich nicht nur mit einem übergriffigen Staat auseinandersetzen müssen, sondern auch mit der inneren Opposition.
