Wird es nun gekürzt? Oder bleibt alles beim Alten? Und: Ist das überhaupt wichtig? Das aktuell in der Reformdiskussion stehende Elterngeld sollte bei seiner Einführung auch die bereits damals niedrige Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau erhöhen. So hieß es im Gesetzentwurf von 2006, die Bundesregierung „richtet ihre familienpolitischen Leistungen neu aus, um … den Menschen mehr Mut zu mehr Kindern zu machen“. Ob das tatsächlich funktioniert hat, wird in der Wissenschaft seither kontrovers diskutiert. Jedenfalls deutet viel darauf hin, dass – ganz allgemein, weltweit und mehr als zuvor – die materiellen Anreize nicht die alleinigen Treiber bei der Entwicklung der Geburtenrate sind.
Ein zweiter Geburtencrash
Die demografische Krise erfasst den gesamten Erdball und stößt damit frühere Gewissheiten um. Erklärungsversuche dafür gibt es viele, Sicherheiten wenige.
