Die Bertelsmann-Rede ist Geschichte. Wie eine Episode aus grauer Vorzeit wirkt heute der Versuch von Lars Klingbeil, sich an die Spitze der Reformer zu setzen. Im März klagte er über ein „blockiertes Land“ und schrieb seiner Partei ins Stammbuch: Immer wieder würden Ausreden gefunden, um unbequeme Veränderungen zu umgehen. Und jetzt das: „Für einen gerechten Aufbruch“ heißt das Papier, das SPD-Fraktionschef Matthias Miersch am Dienstagnachmittag der Presse vorstellte. Es steht für ein Sowohl-als-auch: Reformen sind schon wichtig, aber bitte nicht zu radikal. Und natürlich geht es vor allem um die Rentenfrage. Und dann fallen große Worte: Statt eines Sozialabbaus müsse es einen neuen „New Deal“ geben. ...
Die Sozis suchen nach Heil
Die pragmatische Klingbeil-Pistorius-Linie hat einen schweren Stand in der Partei. Könnte Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil neuen Schwung bringen?
