Bescherung an der Hamburger Ericusspitze. Bis Weihnachten ist es zwar noch ein paar Wochen hin, aber es dürfte den „Spiegel“-Redakteuren schon ein wenig wie Heiligabend vorgekommen sein, als ihnen da unverhofft Stoff für eine Story ins Haus flatterte. Das Magazin hatte die Spitzenkandidatin der Berliner Linkspartei, Elif Eralp, interviewt. In Deutschland ist es anders als etwa in angelsächsischen Ländern üblich, dass vor der Veröffentlichung eines Interviews der Text an den Gesprächspartner geschickt wird, der dann die endgültige Fassung autorisiert. Die Abmachung über dieses Verfahren wird in der Regel vor dem Interview zwischen dem jeweiligen Redakteur und dem Interviewten mündlich getroffen.
Der „Spiegel“ bekommt eine Geschichte geschenkt
Dann hat das Hamburger Magazin Angst verbreitet. Und zwar die von der Berliner Linken-Frontfrau Elif Eralp. War das medienethisch vertretbar?
