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Diffamierung auf Preußisch

Im Königsberg der Biedermeierzeit fallen zwei Pastoren mit exzentrischen Ideen auf. Den sich daraus entspinnenden Skandal hat der Historiker Christopher Clark nun aufgearbeitet. 
Auch der preußische Kultusminister Karl vom Stein zum Altenstein (1770-1840) musste sich mit dem Skandal von Königsberg auseinandersetzen.
Foto: H.Tschanz-Hofmann via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Auch der preußische Kultusminister Karl vom Stein zum Altenstein (1770-1840) musste sich mit dem Skandal von Königsberg auseinandersetzen.

Christopher Clark, der australische Historiker und Preußen-Kenner, hat mit seinem Buch „Die Schlafwandler“ über die Genese des Ersten Weltkriegs selbst ein wenig Geschichte geschrieben. Nun legt er mit „Skandal in Königsberg“ eine kleine Milieustudie abseits der großen Politik vor, die zeigt, dass öffentliche Brandmarkung und Medienmacht keine Erfindung unserer Zeit sind. Auf die in Königsberg, der historischen Hauptstadt Preußens, in den 1830er-Jahren spielende Geschichte kam der Professor durch seine Archivstudien. Er stieß auf zwei junge lutherische Geistliche, die zu erfolgreichen Menschenfischern wurden, dann aber durch vermutete Grenzüberschreitungen in einen Skandal gerieten, der sie die Reputation kostete.

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