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Ein Klassiker mit News-Wert

200 Jahre nach seinem Tod changieren Johann Peter Hebels Geschichten zwischen Black Story und therapeutischem Schreiben.
Schwetzinger Schlossgarten
Foto: Brinkermedia | Johann Peter Hebel war dem Schwetzinger Schlossgarten als Inspirationsquelle zeitlebens verbunden. Mit dem Hofgärtner Johann Michael Zeyher pflegte er eine persönliche Freundschaft, die erst mit seinem Tod vor 200 Jahren endete.

Klassiker sind Autoren mit Tiefgang. Sie gleichen einem Bergwerk, aus dem im Laufe der Zeit immer neue Schätze ans Tageslicht gefördert werden. Daher haben Klassiker immer ein hohes News-Potenzial. So meinte der Angsttherapeut Dietmar Luchmann während des Lockdowns 2020 bei der Lektüre von Johann Peter Hebels (1760–1826) Geschichte „Der geheilte Patient“ (1811), eine frühe Form der Schreibtherapie entdeckt zu haben. Die heitere Geschichte handelt von einer Fernheilung durch den Brief eines Arztes an seinen Patienten. Luchmann fand diese alte Methode des Briefeschreibens nachhaltiger als eine Videokonferenz mit dem Patienten. Er nannte das Verfahren „Schriftliche Kognitive Psychotherapie“ (SKPT).

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