Der Brief des Paulus an die Galater schildert einen theologisch-praktischen Konflikt, an dem die frühe Christenheit hätte zerbrechen können: den Streit zwischen ihm und Petrus, der an den Vorschriften der jüdischen Religionsgesetze in der christlichen Gemeinde festhalten wollte. Der Ton ist dramatisch und von höchster Eindringlichkeit. Paulus ist ungehalten und verschweigt es nicht: „Ich wundere mich, dass ihr so rasch von dem, der euch in der Gnade Christi berufen hat, zu einem anderen Evangelium abfallt.“ (Gal 1, 6) Damit ist gleich der höchste Gesichtspunkt angesprochen. Es gibt kein anderes Evangelium.
Als Paulus der Kragen platzte
Der wortmächtige Apostel warnt da vor, aus Menschenfurcht inkonsequent zu handeln und die Wahrheit des Evangeliums zu verraten.
