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Papst Leos stiller Erfolg

Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl übersieht mit seiner Kritik, dass sich die Politik des Vatikans nicht in offiziellen Verlautbarungen erschöpft.
Bruno Kahl, deutscher Botschafter beim Vatikan, mit Papst Leo XIV.
Foto: IMAGO/VATICAN MEDIA / Catholic Press Photo (www.imago-images.de) | Bruno Kahl wirft dem Vatikan im Zusammenhang mit Fragen von Krieg und Frieden fehlenden Realismus vor. Die Kritik geht fehl.

„Selbst der Weiseste kann nicht alle Folgen seines Handelns überblicken“, sagt J. R. R. Tolkiens Romanfigur Gandalf im „Herrn der Ringe“ über die sehr realistische Gefahr politischer Selbstüberschätzung. Ob der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl erst überlegt hat, ehe er seine sinnbefreite Papstkritik äußerte? Bruno Kahl wirft dem Vatikan im Zusammenhang mit Fragen von Krieg und Frieden fehlenden Realismus vor. Zwar setze sich Papst Leo XIV. zu Recht an die Spitze derer, die Frieden wollten, sagte Kahl in „Christ in der Gegenwart“. Aber es komme darauf an, dass es ein gerechter Frieden werde und dass er mit tauglichen Mitteln hergestellt werde. Manche Formulierung in Dokumenten des Heiligen ...

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