Hinter hohen Mauern liegt in der kleinen Ortschaft Scy-Chazelles, nur wenige Kilometer von Metz entfernt, ein ehemaliges Winzerhaus aus dem 18. Jahrhundert, das Robert Schuman 1926 erwarb. Hierhin, an den Hang des Mont Saint Quentin, von dem man auf die Mosel schaut, zog sich der Politiker zurück, wenn er Kraft schöpfen musste. Heute beherbergt ein moderner Erweiterungsbau ein kleines Museum. Unverändert sind jedoch die terrassenförmig angelegten Gärten und die kleine Kirche aus dem 12. Jahrhundert direkt gegenüber dem Eingang zum Winzerhaus. Oft ging Schuman nach einer Reise mit seiner Aktentasche zunächst in das Kirchlein, bevor er sein Haus betrat und in den Gärten Ruhe fand.
Wie ein Mönch in der Politik
In Metz ehrt Papst Leo den „Vater Europas“: Als gläubiger Katholik sah sich Robert Schuman in der Pflicht, das Gebot der Feindesliebe auf die Politik der Nachkriegszeit anzuwenden.
