Vor Kurzem besuchte ich mein zehnjähriges Abiturtreffen. Wir alle waren Schüler eines katholischen Gymnasiums. Im Laufe des Abends kam die Frage auf, wer denn eigentlich noch Mitglied in der Kirche sei. Es waren nicht viele. Nicht wenige sind in den letzten Jahren ausgetreten: Die Zahlung von Kirchensteuern dürfte dafür oft der Anlass gewesen sein, aber womöglich nicht die tiefer liegende Ursache. Als entschuldigendes Argument wurde dann oft die Begründung angeführt, man könne christliche Werte ja auch vertreten und leben, ohne Mitglied der Kirche zu sein. Ist das möglich und konsequent?
Christliche Werte ja, Kirche nein?
Ohne die Kirche laufen die Menschen Gefahr, den Glauben so auszulegen, wie er ihnen gerade subjektiv am besten passt.
