Keine drei Monate sind vergangen, seit bewaffnete Gruppen in Syrien die christliche Stadt Suqailabiyya überfielen. In der Nacht vom 27. auf 28. März plünderten sie Geschäfte und Häuser, belästigten Frauen und bedrohten Zivilisten mit Gewalt. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein, sondern beteiligten sich an den pogromartigen Ausschreitungen. Beobachter vermuteten dahinter eine Racheaktion. Im Syrienkrieg hatten sich die Christen erfolgreich gegen die Dschihadisten aus Idlib gewehrt. Ihr Frontmann, Ahmed al-Sharaa, ist seit Dezember 2024 „Übergangspräsident“. Die European Syriac Union (ESU) bezeichnete die bewaffneten Gruppen ausdrücklich als mit al-Sharaa verbündet.
Das Herz des syrischen Christentums
Das syrische Regime wirft den Christen von Sednaya vor, im Krieg dschihadistische Kämpfer getötet und in Massengräbern verscharrt zu haben. Es nutzt den Vorwand zu Schikanen und Einschüchterungen
