Gesundheitsreform, Pflegereform, Witwenrente und Ehegattensplitting: Bei jedem der aktuell diskutierten Reformvorhaben steht die klassische Einverdienerehe auf der Abschussliste. Sie ist wohl schlicht ein naheliegendes Ziel. Da gespart werden muss, trifft es zuerst die Institution, die sowieso jahrzehntelang von Ökonomen, Wirtschaftsbossen und linken Politikern sturmreif geschossen wurde. Die vier aktuellen Angriffsrouten in aller Kürze: Im Rahmen der Gesundheitsreform – das am weitesten gediehene Reformprojekt – soll die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der Krankenversicherung fallen, wenn das jüngste Kind älter als sechs Jahre ist.
Jetzt muss die Hausfrauenehe dran glauben
Weg mit der beitragsfreien Mitversicherung, fort mit dem Ehegattensplitting? Für Eltern, die nicht beide arbeiten, wird es wohl bald teurer. Das ist mindestens kurzsichtig.
