Vergangene Woche war ich in Rom zur Cartellversammlung der katholischen CV-Verbindungen Deutschlands. Freitagvormittag war Audienz bei Papst Leo XIV., der sich erstaunlich sattelfest zeigte, nicht nur im Text des „Gaudeamus igitur“. Seine Ansprache war bemerkenswert, besonders jener Satz: „In seiner unhintergehbar männlichen oder weiblichen Gestalt ist der Mensch in der Tat stets relational und begrenzt und deshalb dazu gerufen, sich selbst zur Aufgabe zu werden und den anderen zum Geschenk.“ Und der Papst ergänzt, jeder Einzelne solle sein Bestes geben, „um zum Aufbau einer gerechten und friedlichen Gesellschaft beizutragen.“ Vorher hatte der Papst „die kulturelle Zentralität des Menschen, der ...
Geschenk und Aufgabe
Nur wer sich selbst, die eigene Zeugung und Geburt bis hin zum eigenen Sterben als Geschenk begreift, vermag sich dann als Aufgabe, ja als Zumutung aus dem Ewigen zu sehen:
