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Klarer Kurs, Katholischer Journalismus
Plus Inhalt Geschichte einer Zahl

Ohne Null geht nichts

Vor 1550 Jahren wurde der indische Mathematiker Aryabhata geboren. Auf ihn geht eine der wichtigsten Ziffern zurück: die Null. Anlass für eine ideen-geschichtliche Erkundung.
Lupe mit der Zahl Null
Foto: Imago/Steinach | Josef Bordat nimmt die Geschichte der Null unter die Lupe.

Mit dem Nichts ist das schon so eine Sache. Oder auch nicht. Denn Nichts bedeutet ja die Abwesenheit von etwas. Also: keine Sache. Das macht die Angelegenheit kompliziert: Man kann nicht nichts denken. Man kann das Nichts nur als ein Etwas denken, das es aber gerade nicht sein soll. Selbst der leere, schwarze Raum ist nicht nichts, sondern eben ein leerer, schwarzer Raum. Es ist eingedenk dieser verzwickten Metaphysik des Nichts eine große geistige Leistung, eine Zahl zu entwickeln, die das Nichts mathematisch zum Ausdruck bringt. Denn Zahlen dienen der Beschreibung der Welt, also von etwas. Wenn wir zählen, dann etwas, das da ist, wenn auch nur in der Fantasie (Schäfchen) oder symbolisch (Geld). In der Praxis – etwa bei ...

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