Es war an einem der typischen Abende, als Roman und Leah Grote ihre beiden Kinder ins Bett brachten. Wieder fanden sie nicht die passende Einschlafgeschichte. In der Toniebox, diesem würfelförmigen Lautsprecher, auf den das Kind eine Figur stellen muss, um eine Geschichte zu starten, mangelte es zwar nicht an Angebot. Von Benjamin Blümchen, Conni, Pettersson und Findus bis zur kleinen Hexe war alles dabei. Doch das christliche Ehepaar aus Norddeutschland wünschte sich etwas, das ihre Kinder zu Gott führt. Was es in deutscher Sprache nicht gab. „In dem Moment dachten wir uns: Warum ändern wir das nicht einfach selber?“, sagt Roman im Gespräch mit der „Tagespost“.
Bis spät in die Nacht hinein tüftelten sie einen Plan aus, um Bibelgeschichten sowie christliche Inhalte und Lieder in die Hörspielboxen zu bringen. Kurz, um eine eigene christliche Hörbox zu entwickeln. „Es sollte ein Bibelversum entstehen“, erklärt Roman. Sie seien in dieser Oktobernacht 2025 von Gott inspiriert gewesen. So entstand das Konzept der „BibelBox“. Etwas, das auf dem säkularen Markt mithalten kann: zeitgemäße Top-Qualität kombiniert mit christlichen Inhalten.
Kindern Jesus und den christlichen Glauben näherbringen
Roman ist katholisch, Leah freikirchlich, bei ihnen zu Hause findet man „die gelebte Ökumene“, sagt Roman. Die sich in ihrem Projekt widerspiegelt. Es geht um christliche Inhalte, nicht primär katholische. „Es geht um Jesus, nicht um die Konfession. Es ist uns einfach total wichtig, den Familien und Kindern Jesus und den christlichen Glauben näherzubringen. Viele wissen nicht mehr, was dahintersteckt“, sagt der Familienvater.
Im Februar starteten sie den Instagram-Account, der sie bekannt machte. Ihnen folgen dort 17 600 Menschen. Zeitgleich eröffneten sie die Warteliste für die BibelBox, auf der sich schon 7 000 Menschen eingetragen haben. Mit Medien kennen beide sich aus. Roman ist Produktentwickler in der Medienbranche und hat einige Jahre bei Warner Music gearbeitet. Er habe Kontakt zu den nötigen Produktentwicklern, was hilfreich gewesen sei. „Es wurden schon unglaublich viele Türen geöffnet. Wir vertrauen ganz auf Gott und sind zuversichtlich, dass die BibelBox sich weiterhin gut entwickelt“, sagt Roman.
Leider noch nicht im Verkauf
Die BibelBox ist international zum Patent angemeldet. Roman und Leah haben beide ihre Jobs gekündigt, sind im „deep focus“ für ihr Projekt – um „total Gas und alles rein“ zu geben. Im Juli testeten sie den zu 80 Prozent fertigen Prototyp der BibelBox. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Alle wesentlichen technischen Funktionen arbeiten bereits zuverlässig, und auch das Zusammenspiel von Hörbox und Figuren funktioniert wie vorgesehen“, zeigt Grote sich zufrieden. Es fehlten noch Detailanpassungen; später erhalten sie den finalen Prototypen, auf dessen Grundlage die Serienproduktion vorbereitet werde.
Einen Termin für den Verkaufsstart gibt es noch nicht. Bis eine Box in Serie gehen kann, müssen viele Punkte bedacht und abgestimmt werden. Der nächste Schritt sei, eine Plattform für christliche Verlage, Künstler und Autoren zu werden. „Christliche Inhalte werden vom Algorithmus häufig verdrängt. Das Überangebot vom Streamingdienst prasselt auf die Menschen ein; sie sehnen sich wieder nach kontrollierbaren Lösungen. Die Hörspielbox ist dafür ein gutes Beispiel: ein überschaubarer, kindgerechter Raum. Genau solche Räume müssen auch christliche Inhalte erreichen.“
Mehr Informationen und die Warteliste gibt es unter bibelbox.com
Jetzt die „Tagespost" abonnieren und nichts mehr verpassen.










