Marija (Maria Metschke) öffnet Schränke, stößt auf Spuren von Menschen, die lange vor ihr in dem Haus gelebt haben. So findet sie Briefe eines jüdischen Mädchens namens Doris Kaplan an ihre Großeltern in Polen. Diese Menschen sind lange verschwunden, aber das Haus am See ist zum Gedächtnis geworden. Die zentrale Idee in dem Spielfilm „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ von Volker Schlöndorff nach dem Roman von Jenny Erpenbeck besteht darin, dass deutsche Geschichte im Mikrokosmos des einen Hauses verdichtet wird. Drehbuchautor und Regisseur Schlöndorff: „Zunächst erlebt man ein lyrisches Mosaik aus Seeufer, Wald, ein besonderes Haus. Man lernt wechselnde Bewohner kennen, Kinder, junge Frauen, einen ...
Das Gedächtnis eines Hauses
Menschen kommen und gehen: In „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ macht Volker Schlöndorff ein Haus am märkischen See zum Gedächtnis des 20. Jahrhunderts.
