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Das Gedächtnis eines Hauses

Menschen kommen und gehen: In „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ macht Volker Schlöndorff ein Haus am märkischen See zum Gedächtnis des 20. Jahrhunderts.
Heimsuchung
Foto: Studiocanal | In den 1920er Jahren baut ein Architekt (Lars Eidinger, rechts) ein Haus am See vor den Toren von Berlin – für sich und seine Frau (Susanne Wolff, links). Durch die Jahrzehnte hindurch kommen und gehen die Bewohner, aber das Haus bleibt und wird zum Ort der Erinnerungen.

Marija (Maria Metschke) öffnet Schränke, stößt auf Spuren von Menschen, die lange vor ihr in dem Haus gelebt haben. So findet sie Briefe eines jüdischen Mädchens namens Doris Kaplan an ihre Großeltern in Polen. Diese Menschen sind lange verschwunden, aber das Haus am See ist zum Gedächtnis geworden. Die zentrale Idee in dem Spielfilm „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“ von Volker Schlöndorff nach dem Roman von Jenny Erpenbeck besteht darin, dass deutsche Geschichte im Mikrokosmos des einen Hauses verdichtet wird. Drehbuchautor und Regisseur Schlöndorff: „Zunächst erlebt man ein lyrisches Mosaik aus Seeufer, Wald, ein besonderes Haus. Man lernt wechselnde Bewohner kennen, Kinder, junge Frauen, einen ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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