Die Diskussion um Ceuta zeigt, wie stark sich die europäische Migrationsdebatte in den letzten Jahren verschoben hat. Was noch vor Kurzem als politisch kaum aussprechbar galt, wird inzwischen selbst von Parteien diskutiert, die lange Zeit jede grundsätzliche Kritik an der Masseneinwanderung zurückgewiesen hatten: wirksamer Grenzschutz, Begrenztheit gesellschaftlicher Aufnahmefähigkeit, Entstehung islamischer Parallelgesellschaften, sicherheitspolitische Folgen gescheiterter Integration und schließlich auch langfristige demographische Verdrängungstendenzen.
Remigration alleine reicht nicht
Ceuta steht für den Wandel in der Migrationsdebatte. Doch die Frage, welche Zivilisation bewahrt werden soll, bleibt offen.
