Während für Johann Wolfgang von Goethe der Herbst „immer unsere beste Zeit“ ist, braut sich über dem Kanzleramt ein tosender Sturm nach dem anderen zusammen; Gewitterwolken türmen sich wie gewaltige Gebirgsmassive am Horizont auf. Mehr politischer Herbst war nie. Das Epizentrum der innen- wie außenpolitischen Katastrophen ist derzeit die Willy-Brandt-Straße 1. Eine unerklärliche Merkel-Sehnsucht traut der ewigen Kanzlerin zu, Probleme zu lösen, die sie maßgeblich mitverursacht hat. Und um Friedrich Merz zieht sich die Schlinge zu. Von Kanzler- und Götterdämmerung ist die Rede. Steht den einen das Wasser bis zum Hals, fallen am Rhein die Pegelstände.
Kämpfen, Kanzler, kämpfen!
Trotz schlechter Umfragewerte hat die Regierung Merz bereits einiges auf den Weg gebracht. Ein Rückzug des Kanzlers wäre fatal.
