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Gott sei Dank

Fußballstars setzen mit ihren Gebeten Glaubenszeichen. Richtig so! In einem christlichen Leben sollten Glaube und Arbeit eine Einheit bilden.
Argentiniens Superstar Lionel Messi
Foto: IMAGO / NurPhoto | Messi, Kimmich, Nmecha und all die anderen: Wenn jetzt christliche Fußballer auf dem Platz zu Gott beten, um Beistand flehen oder dafür danken, dass sie Erfolge feiern durften, dann ist das die ehrliche Konsequenz ...

Bei Kartoffelchips und Weizenbier mit der WM als Unterhaltungsprogramm vergessen wir schnell: Profifußball ist harte Arbeit. Für die Spieler auf dem Platz ist diese Arbeit ihr Beruf, ihre Existenz. Und sie sind stolz, ihrer Mannschaft und ihrem Land auf diese Weise zu dienen. So unterscheiden sie sich nicht von Millionen, die in ihrem Beruf einen wertvollen Dienst und einen wichtigen Teil der Erfüllung ihres Lebens sehen.

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Ob Mittelstürmer oder Industriearbeiter, Torhüter oder Gymnasiallehrer: Der Arbeit und dem Beruf wächst auch im Kontext einer christlichen Betrachtung besondere Bedeutung zu. Viele Gleichnisse Jesu entstammen der Arbeitswelt. Nicht nur das benediktinische „ora et labora“ macht die Handarbeit zum geistlichen Vollzug, auch die katholische Soziallehre von „Rerum novarum“ bis zu „Laborem exercens“ sieht im arbeitenden Menschen ein Ebenbild Gottes.

Christliche Fußballer beten auf dem Platz zu Gott

Der subjektiven, menschenbezogenen Dimension wächst dabei die entscheidende Bedeutung zu, nicht dem objektiven Produkt von Arbeit. Dieses Denken setzt sich von Leo XIII. bis zu Leo XIV. in seiner jüngsten Enzyklika fort. Der Glaube durchdringt die Arbeit und lässt gute Arbeit zu einem Werk Gottes werden. Das Opus Dei des heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer fügt diesem Gedanken eine weitere Ausprägung hinzu. Christen beten dafür, dass ein Werk gelingt: als Politiker vor einer entscheidenden Konferenz, als Architekten vor der Eröffnung von Bauwerken. Bauern bitten um eine gute Ernte auf dem Feld, die Mutter zündet eine Kerze für die Examensprüfung der Kinder an.

Messi, Kimmich, Nmecha und all die anderen: Wenn jetzt christliche Fußballer auf dem Platz zu Gott beten, um Beistand flehen oder dafür danken, dass sie Erfolge feiern durften, dann ist das die ehrliche Konsequenz aus ihrem Verständnis von Glaube und Arbeit. In einem christlichen Leben sollte beides eine Einheit bilden. Wenn Menschen, auf die die Welt schaut, öffentlich beten und das Kreuzzeichen machen, setzen sie ein wichtiges Glaubenszeichen. Gott sei Dank!

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