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Geschichte, Schuld und Liebe 

Der Mensch kann nicht leben, ohne schuldig zu werden. Deshalb ist er - zu seinem eigenen Heil - auf die Liebe Gottes angewiesen.
Schuld gehört zum Menschsein dazu. Doch genau hier kann ihm die unmögliche Liebe des christlichen Gottes begegnen.
Foto: xBitsAndSplitsx via imago-images (www.imago-images.de) | Schuld gehört zum Menschsein dazu. Doch genau hier kann ihm die unmögliche Liebe des christlichen Gottes begegnen.

Was ist unser Anfang? Ich meine damit: Worin besteht der Zusammenhang unserer Kultur und Geschichte, in den wir hineingeworfen sind? Zu Recht wird die Wiege Europas bei den Griechen verortet und als ältester jener griechischen Philosophen, deren Wort uns erhalten geblieben ist, gilt Anaximander. Tatsächlich haben wir von ihm nur einen einzigen, fragmentarischen Satz überliefert: „Woraus die Dinge entstanden sind, darin müssen sie auch wieder vergehen nach dem Schicksal; denn sie müssen Buße und Strafe zahlen für die Schuld ihres Daseins nach der Ordnung der Zeit.“ Kann denn Schuld der Anfang unseres Weges sein? Nun, früher oder später wird man schuldig – am Nächsten, an Gott oder an sich selbst.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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