Viel skurriler geht es eigentlich nicht: Zwei AfD-Politiker, beide Burschenschafter, haben miteinander die Klingen gekreuzt. Nicht verbal, sondern wortwörtlich. Der eine ist Stadtrat in Köln, der andere in Düsseldorf. Beide haben betont, es sei eine reine Privatangelegenheit. Die Mensur ist eine in schlagenden Studentenverbindungen nach festen Regeln praktizierte Form des Fechtkampfs. Nun mag jeder diese Traditionen bewerten und praktizieren, wie er will – die katholische Kirche hat sie lange mit der Exkommunikation bestraft –, aber was auch feststeht: Die Mehrheit der Gesellschaft, wohl auch die Mehrheit der AfD-Wähler, dürfte ihnen mehr als skeptisch gegenüberstehen. Würden ähnliche archaische Rituale aus anderen Parteien ...
Die AfD duelliert sich, bei den Umfragen schadet das nichts
Der Partei wird es leicht gemacht, ihren Opfermythos zu kultivieren. Zum Beispiel von der „Bild“-Chefredakteurin Marion Horn.
