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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
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„Der Liberalismus hat kein Monopol auf die Freiheit“

Der Politikwissenschaftler Adrian Pabst meint: Die alten Volksparteien müssen zu ihren Kernprinzipien zurückkehren. Ein Gespräch über das Ende des liberalen Individualismus.
Individualismus
Foto: Tobias Kunz | Der zügellose Individualismus führt die Gesellschaft an den Abgrund: Adrian Pabst erinnert an die Würde der Arbeit, die auch die katholische Soziallehre prägt.

Herr Professor Pabst, in Italien und Frankreich sind Christdemokratie und Gaullismus bereits praktisch verschwunden, in England laufen die Rechtspopulisten den Tories den Rang ab. In Deutschland zeichnet sich Ähnliches ab. Warum ist das so? Es wurde versäumt, sich zu den zentralen Themen zu positionieren: Hyperkapitalismus, Globalisierung, Technisierung, Umwelt. Konservative und Christdemokraten antworteten wie die Liberalen vor allem mit der Betonung individueller Rechte und des freien Marktes. Im Ergebnis haben sie alle Institutionen zusätzlich politisch geschwächt, die früher zwischen dem Staat und dem einzelnen Individuum standen: Kirchen, Gewerkschaften, Vereine oder ganz banal den Pub, der nun geschlossen ist. Das Gefühl, mit ...

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