Redaktionelles Profil

Liebe Leser der ,,Tagespost", hier können Sie sich über das Selbstverständnis der Redaktion und ihrer Arbeit informieren. Dieses redaktionelle Profil ist aufgegliedert nach dem Titel des jeweiligen Ressorts oder regelmäßig erscheinender Sonderthemenseiten:

Politik / Zeitgeschehen

Als katholische Zeitung verfolgt die „T agespost" das aktuelle politische Geschehen im In- und Ausland. Wir berichten von den Brennpunkten der Weltpolitik und informieren über Entscheidungen und Entwicklungen, die für Christen von besonderer Bedeutung sind. Das gilt für Fragen der Bioethik und Familienpolitik wie für die Europapolitik oder die internationalen Krisen- und Konfliktregionen gleichermaßen. Der Schwerpunkt unserer Berichterstattung liegt auf ausführlicher Analyse und kompetenter Hintergrundinformation. Unsere Leser schätzen es, in der „Tagespost" gerade über solche Themen und Aspekte informiert zu werden, die sie anderswo oft vergeblich suchen oder zumindest in dieser Ausführlichkeit nicht finden. Wichtiges Anliegen unserer Politik-Berichterstattung ist es, überall dort präsent zu sein, wo die Würde des Menschen verletzt, Menschenrechte missachtet oder Minderheiten bedroht und verfolgt werden. Das bedeutet: Bei der Themenauswahl besondere Schwerpunkte zu setzen. Und verpflichtet dazu, auch dann weiterzuberichten, wenn die Scheinwerfer der Weltpresse längst zu einem neuen Schauplatz gezogen sind. Der Maßstab unserer politischen Kommentierung ist das Katholische.

Kirche Aktuell

Als katholische Zeitung nimmt die „Tagespost" die Weltkirche in den Blick. Über das aktuelle kirchliche Geschehen in Deutschland, Österreich und vielen anderen Ländern berichten wir aktuell, reich an Hintergründen und mit kompetenten Gesprächspartnern. Wo andere nur lamentieren und die Kirche im Niedergang sehen, verweisen wir auf die Lebenskraft alter Traditionen und junger Aufbrüche. Im Vatikan ist der Korrespondent der Zeitung stets vor Ort. Er berichtet und kommentiert vatikanische Neuigkeiten mit bewährter Kompetenz. Das Rom-Büro der „Tagespost" befindet sich in unmittelbarer Nähe des Vatikans. Schneller als andere Zeitungen dokumentiert „Die Tagespost" Lehrschreiben und Ansprachen des Heiligen Vaters sowie andere wichtige vatikanische Dokumente in vollem Wortlaut. Die großen Reisen des Papstes begleiten für uns ausgesuchte und bewährte „Tagespost"-Autoren. Die großen Themen von Papst Benedikt XVI. nach- und weiterzudenken, gehört zu den spannenden Herausforderungen einer katholischen Tageszeitung. Die Weltkirche in den Blick zu nehmen bedeutet für uns aber auch, auf das Schicksal der bedrängten und leidenden Christen in vielen Ländern der Welt aufmerksam zu machen und sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Mehr an Informationen und Hintergründen zu bringen als andere - und dies stets solide recherchiert - das ist der Anspruch der Kirchen-Berichterstattung der „Tagespost". An ihrer Liebe zur Kirche und zum Nachfolger Petri lassen unsere Autoren dabei keinen Zweifel aufkommen.

Aus aller Welt

Als katholische Zeitung steht für die „Tagespost" die Person im Mittelpunkt. Auf unserer Seite 8 auch ganz praktisch: „Beim Namen genannt" heißt eine Rubrik, die Interessantes und Neues von prominenten Zeitgenossen referiert. Menschen machen Geschichte, deshalb ist auf dieser Seite viel Platz für Menschliches, für Menschen und ihre Geschichten. Unterhaltsames, Spannendes, geschichtliche Hintergründe Erhellendes, aber auch Anekdotenreiches gehört dazu. Wir konzentrieren uns dabei auf jene aktuellen Themen unserer Zeit, die für gläubige Christen interessant sein können, die aber bei anderen Medien vielleicht unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben.

Feuilleton  

Als katholische Zeitung sind wir der Welt mit allen ihren schillernden Facetten zugewandt. Was immer in der Gesellschaft von Bedeutung ist, gehört auch auf die Waage. Kritischer Journalismus bedeutet für uns, gesellschafts- und zeitkritisch zu sein, sensibel für sich anbahnende Veränderungen und Umbrüche. Die viel beschworenen Werte und ihr Wandel, der Bedeutungswandel und Bedeutungsverlust der Worte, die Abschaffung alter und die gleichzeitige Errichtung neuer Tabus - all das thematisiert unser Feuilleton. Hier wird die in liberalen Kreisen manchmal mehr verkündete als praktizierte Debattenkultur gepflegt. Und dies mit klaren Schwerpunkten: Alle Fragen der Medizin- und Bioethik, die demographischen Verschiebungen und ihre Folgen, der Verfall eines Konsenses zu Ehe und Familie, das Lebensrecht der Ungeborenen wie der kranken Hochbetagten, der Rechtsstaat und seine Gefährdung, der interkulturelle wie der interreligiöse Dialog sind für uns nicht Mode- sondern Dauerthemen. Profilierte Autoren, renommierte Gelehrte und wache Beobachter politischer und gesellschaftlicher, regionaler oder globaler Entwicklungen stellen hier die Frage: Wohin treibt die Gesellschaft? Was wird unser Leben und Überleben in Zukunft bestimmen? Was vergeht und was bleibt?

Kultur

Als katholische Zeitung setzt die „Tagespost" nicht auf marktschreierischen Aktionismus, sondern auf Bildung und Kultur in der Weite und Tiefe der abendländischen Tradition. Dazu gehört Literarisches, wie die große Leserresonanz auf unsere Serie „Die fünfzig besten Romane" beweist, aber auch die Denktradition unseres Erdteils, die wir in der Serie „Sechzig Hauptwerke der Philosophie" würdigten. Aktuelle Ausstellungen und Aufführungen werden auf unserer Kultur-Seite besprochen. Aber auch kulturphilosophische, religionswissenschaftliche und geistesgeschichtliche Themen finden hier ihren angemessenen Platz. In der Konfrontation mit Geist und Ungeist unserer Zeit wirkt die „Tagespost" im ursprünglichen Sinn des Wortes aufklärerisch. Nachdenkliche wie provokante Beiträge von Geisteswissenschaftlern unterschiedlicher Fakultäten sollen zum eigenen Nach- und weiterdenken anregen.

Medien

Als katholische Zeitung wissen wir um die Macht der Medien, insbesondere des Fernsehens und des Internet, aber auch um die Macht der Medienmacher. Welche Entwicklungen sind begrüßenswert und hilfreich, welche gefährlich oder bedenklich? Solche und andere medienethische Fragen wollen wir uns und anderen nicht ersparen. Im Informationszeitalter zuverlässige Orientierung zu geben, in der Informationsflut eine solide und differenzierte Auskunft zu bieten, ist unser tägliches Bemühen. Seit vielen Jahren bietet die „Tagespost" rasch und auf festem Wertefundament Rezensionen der neuesten Kinofilme, empfiehlt DVDs, Fernsehfilme und Serien, beobachtet die Neuerscheinungen auf dem Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt. Viele Eltern nutzen diesen Service bereits in der Medien-Erziehung ihrer heranwachsenden Kinder. Andere genießen so manche Filmrezension vor oder anstelle des Films, oder entscheiden bei der Lektüre unserer Medienseite, welchen Film sie sich ansehen und welche Zeitschrift sie kaufen werden.

Wirtschaft

Als katholische Zeitung sieht die „Tagespost" den Menschen im Mittelpunkt allen politischen und ebenso allen wirtschaftlichen Treibens. Nicht zufällig heißt unsere Wirtschaftsseite, die immer samstags auf Seite 7 zu finden ist, „Mensch und Wirtschaft". Wir fühlen uns der Christlichen Soziallehre verpflichtet. Mikro- und makroökonomische Entwicklungen klopft die „Tagespost" deshalb auf die Prinzipien des Gemeinwohls, der Solidarität und der Subsidiarität ab. Im Zentrum unserer Berichterstattung und Kommentierung steht stets die Frage, wie sich volkswirtschaftliche und weltwirtschaftliche Entwicklungen auf den Menschen und seine Würde, auf Familien und Gesellschaften auswirken. Die Armut in vielen Ländern der Erde, der Aufstieg neuer Schwellenländer, die sich anbahnenden Krisen traditioneller Volkswirtschaften, Preis- und Währungsschwankungen, internationale Handelsvereinbarungen und Hilfsabkommen, Finanzkrisen und ihre sozialen Auswirkungen - all das findet sich unter christlicher Perspektive auf der Wirtschaftsseite der  „Tagespost".

Reise - Reise & Wohlfühlen

Zeiten der Muße, der Erholung und des Urlaubs sind wichtig und gehören zum Rhythmus eines gesunden Lebens. Unsere Reise-Autoren berichten von den schönsten Flecken der Welt. Dafür sind sie viel unterwegs im Ausland, aber auch verstärkt im Inland. Gerade beim Thema Reisen gilt: Oft liegt das Gute viel näher als man denkt. Jeweils in der Wochenendausgabe erscheint die Reise-Seite der „Tagespost". Ob Familienurlaub, Bildungsreise oder Kuraufenthalt: Hier finden Sie Reportagen, Tipps und Anregungen. Die Reise-Berichterstattung der „Tagespost" wird ergänzt durch unsere regelmäßige Sonderveröffentlichung „Reisen & Wohlfühlen". Diese Sonderseiten sind speziellen Themenschwerpunkten gewidmet.

Theologie & Geschichte

Unsere umfangreiche Berichterstattung über das kirchliche Geschehen erfolgt im Ressort „Kirche aktuell". Dort finden Sie tagesaktuelle Informationen, exklusive Korrespondentenberichte und ausführliche Hintergrundbeiträge. Ein Team von Übersetzern sorgt dafür, dass die „Tagespost" alle wichtigen päpstlichen Ansprachen und vatikanischen Dokumente in vollem Wortlaut dokumentieren kann. Und das schneller als jedes andere deutschsprachige Printmedium. Beispiel „Weltjugendtag": „Die Tagespost" hat nicht nur ausführlich aus Sydney berichtet. Als einzige deutschsprachige Zeitung haben wir alle Papst-Ansprachen in vollem Wortlaut dokumentiert. Neben dieser aktuellen Berichterstattung bedürfen theologische Themen mitunter einer vertieften Auseinandersetzung. Dies geschieht auf unserer Sonderseite „Theologie und Geschichte". Auch historische Themen können dort in einem größeren Zusammenhang dargestellt und diskutiert werden.