Köln

Woelki zieht positive Bilanz zur Flüchtlingspolitik

„Wir schaffen das“, das Motto von Bundeskanzlerin Merkel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise, wird bald fünf Jahre alt. Für den Kölner Kardinal Woelki zeigt der Satz, „was alles machbar ist, wenn wir es denn wirklich wollen“.
Rainer Maria Kardinal Woelki zieht positive Bilanz zur Flüchtlingspolitik
| Das von Kanzlerin Merkel vorgegebene Motto „Wir schaffen das“ fordere auf, „nicht nachzulassen in unserem Einsatz für Menschen auf der Flucht“, so Kardinal Woelki.

Fünf Jahre nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel den berühmten Satz „Wir schaffen das“ zur Bewältigung der Flüchtlingskrise äußerte, zieht der Kölner Erzbischof und Kardinal Rainer Maria Woelki positive Bilanz. Der zukunftsweisende Satz der Bundeskanzlerin aus dem Jahr 2015 zeige, „was alles machbar ist, wenn wir es denn wirklich wollen“, so Woelki gegenüber dem Portal „domradio.de“.

"Die Schreckensszenarien sind nicht eingetreten"

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Von den knapp 900.000 Menschen, die 2015 nach Deutschland geflohen seien, gehe fast jeder Zweite zwischen 18 und 64 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. „Die Schreckensszenarien von Kriminalität und Kostenexplosion, die damals an die Wand gemalt wurden, sind nicht eingetreten“, betont der Kölner Erzbischof weiter. Wer genau hinschaue sehe, dass Integration dort, wo sie gefördert werde, auch gelinge.

Dennoch räumt Woelki ein, dass es auch Probleme gebe, „manchmal sogar richtig große Probleme“, und die Integrationsarbeit noch besser werden könne. Das von Kanzlerin Merkel vorgegebene Motto „Wir schaffen das“ fordere aber auf, „nicht nachzulassen in unserem Einsatz für Menschen auf der Flucht“. In diesem Zusammenhang erinnert Woelki daran, dass noch immer Menschen in Schlauchboote stiegen und eine lebensgefährliche Überfahrt auf dem Mittelmeer wagten – und an die Situation in den Lagern auf den griechischen Inseln. „Ja, wir schaffen Vieles – und wir müssen es schaffen, auch diesen Menschen zu helfen“, so der Kölner Kardinal.

Woelki: Kann kein anderes Programm für Christen geben

Für Christen könne es gar kein anderes Programm geben. Seit 2.000 Jahren würden die Worte Jesu gelten: „Ich war fremd – und ihr habt mir Heimat gegeben!" Die vielen positiven Beispiele von Menschen, die nach ihrer Flucht in Deutschland eine neue, sichere Heimat und Zukunft gefunden hätten, bewiesen nach Ansicht des Kölner Erzbischofs: „Ja, wir schaffen das – und wir werden noch viel mehr schaffen – denn Jesus selber ist in jedem aufgenommenen Flüchtling in unserer Mitte!“  DT/mlu

Fünf Jahre "Wir schaffen das" sind Anlass für eine Bilanz der Flüchtlingskrise. Lesen Sie dazu ausführliche Hintergründe in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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