Wirtschaftskrise kann Menschenleben kosten

Frankfurt (DT/KNA) Angesichts des zweiten Konjunkturpakets der großen Koalition hat Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) massive Hilfen auch für die Länder der Dritten Welt gefordert. „Wenn wir nicht rasch handeln, droht aus der ökonomischen Krise eine humanitäre Krise mit Tausenden von Toten zu werden“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“. Die Situation in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sei dramatisch. Bereits ein Prozentpunkt weniger Wachstum könne etwa 20 Millionen Menschen zusätzlich in Armut stürzen, warnte Wieczorek-Zeul. Vor diesem Hintergrund brauche es verstärkte Anstrengungen der Industrieländer, um die Ziele bei der Armutsbekämpfung zu erreichen. Die Zusagen zur Steigerung der Entwicklungshilfe müssten „gerade jetzt unbedingt eingehalten werden“. Als konkrete Hilfe zur Selbsthilfe schlägt die Ministerin vor, den im Rahmen der WTO-Verhandlungen für 2013 angestrebten Abbau der Einfuhrzölle vorzuziehen. Die Industrieländer sollten den immer wieder verschobenen Abbau von Handelshemmnissen beschleunigen und zumindest den ärmsten Entwicklungsländern einen sofortigen Marktzugang ohne Beschränkungen ermöglichen. Die Entwicklungsländer bräuchten finanziellen Spielraum, um in der schwierigen Lage „ihre sozialen Netze ausbauen und die Infrastruktur stärken zu können“, so Wieczorek-Zeul.

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