Wirtschaft aktuell

Finanzsektor in heftigen Turbulenzen

Aufgrund der Subprime-Krise haben Aktien aus der Finanzbranche seit Sommer 2007 erhebliche Kurseinbußen hinnehmen müssen. Die Finanzwerte gerieten weiter unter Druck, nachdem Analysten einer Schweizer Bank prognostizierten, die Finanzinstitute müssten Kredite von 600 Mrd. US-Dollar wertberichtigen – statt der bislang angenommenen 400 Mrd. Für große Unruhe sorgte zuletzt die niederländische Tochter des amerikanischen Hedgefonds Carlyle Capital, die in Refinanzierungsschwierigkeiten geraten ist und bereits um einen Zahlungsaufschub gebeten hat. Die Angst vor einem Crash des Finanzmarktes wurde Anfang dieser Woche durch die Nachricht erhöht, dass J. P. Morgan die amerikanische Investmentbank Bear Stearns für 200 Millionen USD übernehmen wird. Andernfalls wäre sie bankrott gegangen. Um die Finanzmärkte zu beruhigen, haben die führenden Notenbanken bekanntgegeben, in einer konzertierten Aktion in den kommenden Wochen dem Markt mehr als 200 Mrd. US-Dollar an Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Positive Konjunktur-Erwartungen

Für eine Erholung der Europäischen Aktienmärkte spricht nach wie vor die ungebrochen positive Stimmung im Unternehmenssektor. Auch die Erwartungen der Finanzmarktprofis, die das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) monatlich beobachtet, haben sich verbessert.

US-Notenbank senkt Leitzinsen

Aufgrund der schwächelnden Konjunktur und der weiterhin angespannten Lage am Finanz- und Immobilienmarkt, hat sich die amerikanische Notenbank (FED) erneut für eine Senkung der Leitzinsen entschieden. Der Leitzinssatz liegt nun bei 2,25 Prozent. Weiterhin senkte die FED den Diskontsatz auf 3,25 Prozent.

DAX: Kritisches Chartniveau

Aus technischer Sicht sind die Aktienmärkte in den letzten Tagen an einer kritischen Linie angelangt. So zeigt zum Beispiel der DAX-Chart den Index unter dem Niveau von Mitte Januar 2008.

Goldpreis über 1 000-Dollar-Marke

Erstmals in der Geschichte hat der Goldpreis für eine Feinunze die 1 000-Dollar-Marke überschritten.

Anhaltende Dollarschwäche

Sowohl gegenüber dem Euro (zeitweise über 1,59 USD) als auch gegenüber dem Japanischen Yen (zeitweise unter 100 Yen je Dollar) hat die amerikanische Währung deutlich verloren.

Themen & Autoren

Kirche