Syrien: Hilfswerk verlangt Friedensoffensive

Berlin (DT/KNA) Das Kinderhilfswerk World Vision hat eine Friedensoffensive für syrische Kinder gefordert. Sie hätten nichts zu dem Konflikt beigetragen, litten aber am meisten unter seinen Folgen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Christoph Waffenschmidt am Freitag in Berlin. Es müsse dringend einen baldigen Termin für umfassende Friedensgespräche geben, um die Gewalt zu beenden. Unterdessen müsse unter deutscher Beteiligung ein Konzept für humanitäre Hilfe entwickelt werden, das den besonderen Schutz- und Lebensbedürfnissen der Kinder Rechnung trage. Aus diesen Kindern dürfe „keine verlorene Generation“ werden. Nach Schätzungen von World Vision gibt es bislang rund eine Million aus Syrien geflüchtete Kinder. Weiter betonte Waffenschmidt, die Nachbarländer Syriens könnten die Probleme der Flüchtlinge und die Belastungen der Auffanggemeinden nicht allein bewältigen. Dies zeige sich im Libanon etwa in mangelndem Wohnraum, fehlenden Sozialhilfen und vielen Hürden für den Schulbesuch. World Vision Deutschland wurde 1979 gegründet und hat im Finanzjahr 2012 nach eigenen Angaben insgesamt 317 Projekte in 49 Ländern gefördert. Die Gesamteinnahmen lagen mit 83,1 Millionen Euro 2012 rund acht Millionen Euro unter den Einnahmen des Vorjahres.

Themen & Autoren

Kirche

Synode
Synode
Synodalität als Stärkung der Kirche Premium Inhalt
Synodale Prozesse wecken derzeit sowohl Hoffnung als auch Sorgen. Doch was zeichnet den „gemeinsamen Weg“ aus? Zehn biblische Anregungen für synodale Gespräche.
20.09.2021, 19 Uhr
Martin Baranowski
Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer